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IOL-Anpassung

Ausgehend vom Startmenue ist auf IOL zu klicken. Daraufhin erscheint ein Menue mit den mitgelieferten Linsentypen. Von diesen ist eine auszuwählen, dann ok. Anschließend öffnet sich ein Menue zur Eingabe der Biometriedaten. Wenn vorher eine Hornhaut geladen worden ist (s. voriger Abschnitt) werden die beiden Radien bereits übernommen. Sie können jedoch in jedem Fall hier (nochmals) geändert werden. Außerdem müssen Achsenlänge und Zielrefraktion eingegeben werden. Nach der Eingabe der Achsenlänge muß das Meßgerät angegeben werden, mit dem die Achsenlängenmessung erfolgt ist. Das betreffende Menue wird immer dann dargestellt, wenn eine neue Achsenlänge eingegeben wird. Werden andere Daten (z.B. das IOL-Modell) geändert, nicht aber die Achsenl änge, wird der Wert natürlich nicht nochmals transformiert. In diesem Fall wird der (alte) Eingabewert links neben dem transformierten Wert dargestellt. Intern wird mit dem transformierten Wert gerechnet. Werden die Längendaten von einem mit einem Kabel angeschlossenen Biometriegerät direkt übernommen, so erfolgt die Umrechnung automatisch. Um Verwechslungen der Augen (rechts/links) sicher zu vermeiden, ist dabei folgende Reihenfolge einzuhalten:

  1. Messung der Achsenlänge eines Auges
  2. Laengen messen in OKULIX
  3. Auswahl des Biometriegerätes, daraufhin erwartet OKULIX die Daten
  4. Auslösen des Datentransfers am Biometriegerät (s. dessen Bedienungsanweisung)
  5. Auswahl des Auges (rechts oder links) in OKULIX

Nach Abschluß und (optionalem Ausdruck) der IOL-Berechnung wird dann die Achsenlänge des zweiten Auges gemessen. Die Wahl des Auges (rechts/links) im Biometriegerät wird in OKULIX nicht verwendet, da es dabei leichter zu Bedienungsfehlern kommen kann. Bei OKULIX-Installationen in Topographiesystemen (TMSWorkstation) wird abgefragt, ob eine topographische Messung zugrunde gelegt werden soll (mit Topographie bzw. ohne Topographie) und ob die Achsenl ängen zunächst gemessen oder nur eingegeben werden sollen (Laengen messen bzw. Laengen eingeben). Im nächsten Fenster wird die wahrscheinlichste postoperative Vorderkammertiefe angezeigt, die statt des Mittelwertes für den betreffenden IOLTyp vorgeschlagen wird. DiesenWert wird der Anwender meist übernehmen. Er kann aber auch (z.B. bei speziellen anatomischen Verhältnissen) einen anderen Wert eingeben. Die Brechkraftstufe der IOL wird für diese Vorderkammertiefe bestimmt und zusammen mit dem Abbildungsmaßstab (in mm/Grad) angezeigt, wenn die Option Netzhautbildgroesse berechnen aktiviert ist. Man kann durch Eingabe verschiedener Werte den starken Einfluß der Vorderkammertiefe auf das Ergebnis veranschaulichen. Die gesamte IOL-Anpassung kann auch aus dem Modul Netzhautbild mittels IOL erfolgen. Man kann so leicht verschiedene IOL (sowohl Typ als auch Brechkraftstufe) bezüglich des Seheindrucks miteinander vergleichen. Dabei sollte das sphärische Vorsatzglas auf den Wert der Zielrefraktion gesetzt werden. Ist eine Topographie geladen, ist auch der Astigmatismus durch Vorsatzgläser zu berücksichtigen. Wenn mittels Print das Ergebnis der IOL-Berechnung ausgedruckt werden soll, wird auf dem Ausdruck auch die Topographie einschließlich des meridionalen Refraktionsfehlers mit der gewählten IOL dargestellt, sowie die Graphik des Ultraschallbildes, wenn die Achsenlänge mit einem angeschlossenen Ultraschallgerät bestimmt worden ist. Die Daten für bis zu zwei IOL-Typen können auf einer Druckseite ausgegeben werden. Zu beachten ist, daß sich die Refraktionsfehlerkarte nur auf die erste dieser IOL bezieht.