IOL-Anpassung nach refraktiver HornhautchirurgieNach refraktiver Hornhautchirurgie ändert sich oft die Asphärizitä der Hornhaut von einer ursprünglich prolaten zu einer oblaten Form.Wenn dann die Hornhautvertexradien keratometrisch bestimmt werden, sind sie häufig zu steil, was zu einer Hyperopisierung nach Kataraktchirurgie führt. Mit OKULIX wird dies vermieden, wenn die Radien aus der Topographie extrahiert werden 9. Der Anwender muß dazu lediglich die betreffende Topographie laden. Irgendwelche sonstigen Daten aus der Zeit vor dem refraktivchirurgischen Eingriff werden nicht benötigt ("clinical history"). Es muß i.a. nicht einmal bekannt sein, ob überhaupt ein refraktiv-chirurgischer Eingriff stattgefunden hat, da sich die gesamte Berechnung auf den aktuell gemessenen Daten abstützt. In Fällen mit sehr starken änderungen der Hornhautdicke sollte zusätzlich ein Pachymetrie durchgeführt werden, um die Hornhautrückfläche genauer zu vermessen. PachymetrieDer rückseitige Hornhautvertexradius wird in OKULIX normalerweise aus dem vorderen berechnet. Dies ist in fast allen Fällen genau genug, da sich Variationen des Rückseitenradius nur vergleichsweise schwach auswirken. Ein Fehler im vorderen Hornhautvertexradius von 0.1mm bewirkt in einem Durchschnittsauge bei der IOL-Anpassung eine Refraktionsfehler in der Hornhautebene von 0.6dpt, ein gleich großer Fehler im hintereren Vertexradius verursacht nur einen Fehler von 0.06dpt. Dennoch kann nach refraktiver Chirurgie mit sehr starker Hornhautabtragung der Fehler des hinteren Hornhautradius nicht vernachlässigbar sein (typische Größenordnung 0.5-0.75dpt). In solchen Fällen kann eine ortsaufgelöste Pachymetrie (25 Punkte) mit einem der Tomey-Pachymeter die Genauigkeit verbessern. Die Hornhautrückfläche wird dabei aus der topographisch gemessenen Vorderfl äche und der pachymetrisch gemessenen Hornhautdicke berechnet. |